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Energiekosten

Börsenstrom kostet fast doppelt so viel wie vor einem Jahr

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Börsenstrom kostet fast doppelt so viel wie vor einem JahrEnergiekosten

Börsenstrom fast doppelt so teuer

Symbolbild

Vom 1. bis 29. Oktober 2026 kostet eine Megawattstunde an der Strombörse im Mittel 163 Euro, im gleichen Zeitraum 2025 waren es 85 Euro. Das ist der Durchschnitt der stündlichen Großhandelspreise für den Folgetag in Deutschland und Luxemburg, gerechnet aus den Daten der Bundesnetzagentur auf ihrer Plattform SMARD. Im Januar 2026 lag das Monatsmittel bei 110 Euro. Der Großhandelspreis ist nur ein Teil der Stromrechnung eines Haushalts. Netzentgelte, Steuern und Abgaben kommen dazu, und Versorger kaufen einen Großteil ihrer Mengen lange im Voraus ein.

Die Zahl

163 Euro

Durchschnitt der stündlichen Großhandelspreise für den Folgetag in Deutschland und Luxemburg je Megawattstunde, 1. bis 29. Oktober 2026. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es 85 Euro (eigene Berechnung aus den Daten der Bundesnetzagentur, SMARD)

Warum das zählt

Ich rechne das einmal nach. Die Differenz von 78 Euro je Megawattstunde sind knapp acht Cent je Kilowattstunde. Ein Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden im Jahr zahlt bei vollständiger Weitergabe rund 270 Euro mehr im Jahr, vor Umsatzsteuer (meine Rechnung, Annahme: der Börsenpreis schlägt vollständig durch). So kommt es nicht, jedenfalls nicht sofort, denn die Beschaffung läuft über Jahre, und Netzentgelte und Umlagen hängen nicht am Börsenpreis. Die Rechnung erreicht den Haushalt verzögert, mit dem nächsten Vertrag. Die Daten nennen keine Ursache für den Anstieg. Aus den Preisen allein kann ich ihn nicht erklären. Für Eigentümer in den Alster- und Elblagen sehe ich zwei Folgen. Eine Wärmepumpe rechnet sich schlechter, solange der Strom teuer bleibt, und beim Käufer schrumpft der Betrag, der nach den Nebenkosten für die Rate übrig bleibt.

Wie es weitergeht

Ob der Winter den Preis weiter hebt, ist offen. Im Januar 2026 lag das Monatsmittel bei 110 Euro je Megawattstunde und damit unter dem jetzigen Stand. Ich verfolge das Monatsmittel auf SMARD weiter.

Quelle: Bundesnetzagentur, SMARD. Stand: Donnerstag, 29. Oktober 2026, 06:20 Uhr.

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