Wohnungsbau
Hamburgs geförderter Wohnungsbau fällt auf 1.953 Wohnungen
06:10 UhrHamburg Bau und StadtHamburg
WohnungsbauNur 1.953 geförderte Wohnungen im Jahr 2025
In Hamburg wurden im vergangenen Jahr 1.953 öffentlich geförderte Wohnungen fertiggestellt. Niedriger lag der Wert zuletzt 2021, damals waren es 1.895 Wohnungen. Das meldet der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) am 22. Oktober 2026 unter Berufung auf eine Antwort des Senats; insgesamt kamen 5.976 Wohneinheiten hinzu. Der VNW führt das auf die Kosten im Bestand zurück. Die Instandhaltungskosten seiner Mitgliedsunternehmen stiegen von 2019 bis 2025 um 51,1 Prozent, die Verbraucherpreise um 22,8 Prozent, die Mieten um 15,3 Prozent. Die Netto-Kaltmedianmiete der VNW-Unternehmen in Hamburg beziffert der Verband auf 7,69 Euro je Quadratmeter, den Durchschnitt des Hamburger Mietenspiegels auf 9,94 Euro.
Die Zahl
51,1 %
teurer wurde die Instandhaltung bei den norddeutschen Wohnungsunternehmen von 2019 bis 2025, die Mieten stiegen in dieser Zeit um 15,3 Prozent (VNW)
Warum das zählt
Diese Zahl erklärt sich aus einer anderen. Wenn die Instandhaltung um 51,1 Prozent teurer wurde und die Mieten nur um 15,3 Prozent stiegen, bleibt für Neubau kein Geld übrig. Der VNW rechnet das für seine Mitglieder vor, und ich halte die Mechanik für richtig, weil sie für jeden Eigentümer einer vermieteten Wohnung in Eppendorf oder Winterhude genauso gilt. Dach, Leitungen und Aufzug folgen den Baupreisen, die Miete folgt dem Mietenspiegel. Für die Stadt bedeutet wenig geförderter Neubau mehr Druck auf die freien Mieten. Wer eine Bestandswohnung verkaufen oder übertragen will, sollte damit rechnen, dass Käufer den Sanierungsstand des Hauses künftig genauer prüfen und einpreisen.
Wie es weitergeht
Der VNW setzt auf den Hamburg-Standard der Stadtentwicklungsbehörde für einfacheres Bauen. Eine Wirkung auf die Fertigstellungszahlen erwarte ich davon frühestens 2027.
Quelle: Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen. Stand: Montag, 26. Oktober 2026, 06:10 Uhr.