Stimmungsindex
Das Wohnklima der Immobilienprofis fällt auf 119,4 Punkte
06:10 UhrMarkt
StimmungsindexDie Profis halten ihr Geld zurück
Das Immobilienklima der Deutschen Hypo ist im Oktober 2026 um 2,9 Prozent auf 78,2 Punkte gefallen und liegt 18,0 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Grundlage ist die 226. Monatsbefragung von rund 1.000 Immobilienfachleuten, veröffentlicht am 21. Oktober 2026. Das Wohnklima gibt um 4,9 Prozent auf 119,4 Punkte nach und bleibt damit das stärkste Segment, das Büroklima steht bei 61,3 Punkten. Am deutlichsten verliert das Investmentklima, um 10,3 Prozent auf 66,9 Punkte. Das Ertragsklima legt dagegen um 3,8 Prozent auf 89,9 Punkte zu.
Warum das zählt
Ich lese dieses Zahlenpaar von unten nach oben. Das Ertragsklima steigt, das Investmentklima bricht um 10,3 Prozent ein. Für mich heißt das, dass die Fachleute laufende Mieten und Erträge für tragfähig halten und sich beim Kaufen trotzdem nicht trauen. Bei Bauzinsen über vier Prozent rechnen die Käufer, die ich erlebe, zuerst die Monatsrate, und die verzeiht keinen Aufschlag auf den Preis. Dass ausgerechnet das Wohnklima mit 119,4 Punkten das stärkste Segment bleibt, ist für Eigentümer an der Alster die bessere Hälfte der Nachricht. Wohnen trägt, während die Branche im Ganzen vorsichtig wird. Wer jetzt verkauft, trifft Käufer, die da sind, aber langsamer entscheiden und genauer rechnen.
Wie es weitergeht
Die EZB entscheidet am 29. Oktober über die Leitzinsen. Ich erwarte, dass das Investmentklima erst dreht, wenn die Finanzierung spürbar billiger wird.
Quelle: Deutsche Hypo. Stand: Montag, 26. Oktober 2026, 06:10 Uhr.